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Low-Content-Bücher selbst erstellen: Wie aus einer Idee ein echtes Buch wird

Ein Mandala-Buch liegt auf dem Tisch. Jemand schlägt es auf, sucht sich ein Motiv aus und beginnt zu malen. Was für diese Person ein ruhiger Moment ist, begann irgendwann mit einer Idee auf meinem Bildschirm. Genau das fasziniert mich am Bücherveröffentlichen: Etwas, das zuerst nur in meinem Kopf existierte, kann später einen Platz im Alltag eines anderen Menschen finden.
Ich habe selbst mehrere Bücher veröffentlicht: Mandala-Malbücher, ein Atemtagebuch und ein untyisches Gedicht und Bildband „Als ich begann dem Atem zu lauschen“. Deshalb weiß ich auch, dass zwischen einer Idee und einem fertigen Buch mehr liegt als ein hübsches Cover. Du brauchst eine klare Vorstellung davon, wem dein Buch helfen oder Freude machen soll. Danach folgen Inhalt, Gestaltung, Veröffentlichung und die Frage, wie Menschen es überhaupt entdecken.

Was ist ein Low-Content-Buch überhaupt?

Bei Low-Content-Büchern steht oft die Nutzung durch die Leserin oder den Leser im Mittelpunkt. Ein Journal lädt zum Schreiben ein. Ein Planer hilft beim Ordnen. Ein Malbuch bietet Raum zum Gestalten. Weniger Fließtext bedeutet dabei nicht weniger Arbeit: Die Auswahl der Seiten, ihre Reihenfolge und eine angenehme Gestaltung entscheiden darüber, ob das Buch gern verwendet wird.
Auch meine Bücher zeigen, wie unterschiedlich Buchideen sein können. Die Mandala-Bücher bieten Platz zum Ausmalen. Im Atemtagebuch geht es darum, die eigene Wahrnehmung schriftlich festzuhalten. „Als ich begann dem Atem zu lauschen“ gehört als Buch mit Prosa, Gedichten und Gedanken zum Atem nicht einfach in dieselbe Schublade. Ich erwähne es hier, weil es zeigt, wie ein persönliches Thema verschiedene Buchformen annehmen kann.

Meine Bücher und die jeweiligen Ausgaben ansehen.

Warum ich zuerst an die Menschen denke, die das Buch benutzen

Als Yogalehrerin und Atemcoach beschäftigt mich, wie Menschen im Alltag wieder mehr bei sich ankommen können. Daraus ergeben sich Buchideen fast von selbst. Ein Atemtagebuch ist für mich zum Beispiel interessanter als ein Stapel leerer Seiten mit einem schönen Titel. Welche Frage könnte helfen, eine Veränderung wahrzunehmen? Wie viel Platz braucht eine Antwort? Möchte jemand täglich schreiben oder nur gelegentlich?
Du musst natürlich kein Buch über Atmung machen. Vielleicht kennst du dich mit Gartenarbeit aus und möchtest einen Pflanzplaner entwickeln. Vielleicht gestaltest du ein Erinnerungsbuch für Familien oder ein Journal für kreative Routinen. Entscheidend ist, dass du eine konkrete Person und eine konkrete Verwendung vor Augen hast.

Frag dich: Wofür soll jemand dieses Buch morgen tatsächlich aufschlagen?

Von der Buchidee zur Veröffentlichung: die Schritte

Eine gute Idee ist ein Anfang. Damit daraus ein Buch wird, gehe ich gedanklich durch fünf Fragen:

  1. Für wen ist das Buch? Ein Mandala-Malbuch für Erwachsene stellt andere Anforderungen als ein Wochenplaner für Selbstständige.
  2. Was soll es ermöglichen? Entspannung, Überblick oder Reflexion sind unterschiedliche Ziele. Sie beeinflussen jede Seite.
  3. Wie fühlt sich die Nutzung an? Sind Schrift, Abstände, Schreibflächen und Motive angenehm? Hier lohnt sich ein genauer Blick auf ein Probeexemplar.
  4. Wie wird es gefunden? Titel, Beschreibung, Suchbegriffe und Cover sollten die richtige Erwartung wecken.
  5. Wie erfahren Menschen davon? Ein veröffentlichtes Buch braucht auch eine passende Vorstellung auf dem eigenen Blog oder in den Kanälen, auf denen sich seine Zielgruppe aufhält.

Gerade beim vierten und fünften Schritt merke ich, wie viel neben der eigentlichen Gestaltung dazugehört. Ein Buch zu erstellen und ein Buch sichtbar zu machen sind zwei Aufgaben. Wer beide ernst nimmt, gibt seiner Idee eine bessere Chance.

Was mich am meisten Zeit gekostet hat

Ich habe Bücher veröffentlicht – und einiges hätte ich gern vorher gewusst. Am meisten Zeit steckte bei mir nicht allein in der Buchidee, sondern in der Umsetzung für den Druck: das passende Buchformat auswählen, den Innenteil darauf abstimmen, Seitenlayout und Abstände so anlegen, dass alles später richtig sitzt. Dazu kam die Frage, welche Farben im Druck gut wirken. Was auf dem Bildschirm stimmig aussah, musste ich am Probeexemplar noch einmal mit anderen Augen prüfen: Sind Schrift und Ränder angenehm? Wirken die Seiten so, wie ich sie mir vorgestellt habe? Auch das Cover musste zum gewählten Format und zum Umfang des Buches passen – einschließlich des Buchrückens.

Bei meinem Atemtagebuch hat mich außerdem beschäftigt, wie die Fragen, Schreibflächen und wiederkehrenden Seiten aufgebaut sein müssen, damit man das Buch tatsächlich gern benutzt. Jede Korrektur an einer Datei bedeutete: erneut prüfen und gegebenenfalls noch einmal hochladen. Und selbst als das Buch fertig war, waren noch Titel, Beschreibung und die Frage offen, wie die richtigen Menschen es finden. Genau das hätte ich früher klarer sehen wollen: Das Buch zu gestalten ist nur ein Teil der Arbeit. Es anschließend verständlich vorzustellen und sichtbar zu machen, gehört genauso dazu.

Ein Blick in meine eigenen Bücher

Wenn du sehen möchtest, wie unterschiedlich solche Projekte aussehen können, findest du meine Mandala-Bücher, das Atemtagebuch und „Als ich begann dem Atem zu lauschen“ in meiner Publikationsübersicht. Von dort kannst du die verfügbaren Ausgaben bei Amazon aufrufen. Mir ist wichtig, dir diese Bücher zu zeigen, weil ich über den Weg zum eigenen Buch aus eigener Erfahrung spreche.

Das Versprechen ist groß – doch darüber spricht kaum jemand

Rund um Low-Content-Bücher höre ich oft das Versprechen, dass sich damit leicht sehr viel Geld verdienen lässt. Meine Erfahrung mit eigenen Büchern ist nüchterner: Ein Buch auf Amazon zu veröffentlichen ist möglich, aber damit ist es noch nicht verkauft. Die Tantieme pro gedrucktem Exemplar kann überschaubar sein, weil bei einem Verkauf über Amazon unter anderem die Druckkosten von der berechneten Tantieme abgezogen werden. Werbung kann einem Buch Sichtbarkeit verschaffen, kostet aber Geld und macht aus einem Titel nicht automatisch einen Bestseller. Ohne bezahlte Werbung ist es nach meiner Erfahrung besonders schwer, auf Amazon ausreichend sichtbar zu werden. Deshalb schaue ich nicht nur auf mögliche Umsätze, sondern auch darauf, was nach Druck- und Werbekosten tatsächlich übrig bleibt. So erklärt KDP die Berechnung der Taschenbuchtantiemen.

Mein Tipp aus der Praxis: Für eigene Veranstaltungen oder den direkten Verkauf kannst du Autorenexemplare deines veröffentlichten Buches bestellen und selbst anbieten. Du zahlst dafür den Autorenpreis auf Basis der Druckkosten; für den Weiterverkauf selbst bekommst du keine zusätzliche KDP-Tantieme. Wenn Verkaufspreis und Stückzahl passen, kann dir dieser Weg pro Buch mehr übrig lassen als ein Verkauf über Amazon. Rechne dabei Versand, mögliche Steuern, Zahlungsgebühren und deinen Aufwand mit ein. Amazon übernimmt beim regulären Verkauf dafür Bestellung, Druck und Versand an die Kundschaft – auch dieser Vertriebsweg hat einen Wert. Hier erläutert KDP Autorenexemplare und ihre Kosten.

Vielleicht suchst du einfach ein Buch für dich. Vielleicht schaust du dabei auf die Seiten und denkst: So etwas würde ich für mein eigenes Thema gern entwickeln. Für diesen zweiten Gedanken habe ich eine Empfehlung.

Du möchtest dein eigenes Buch erstellen? Hier findest du einen strukturierten Einstieg

Der Videokurs „Low Content Revolution“ von Tom Schmidt und Jonathan Kuhla richtet sich an Menschen, die Low-Content-Bücher entwickeln und über Amazon KDP veröffentlichen möchten. Laut Kursseite umfasst er 11 Module mit über 21 Stunden Videomaterial. Behandelt werden unter anderem Nischen- und Keyword-Recherche, Cover und Innenteil, Veröffentlichung, Preisgestaltung, Marketing sowie Amazon-Anzeigen. Auch eine Fallstudie und Inhalte zum Einsatz von KI sind angekündigt. Das ist besonders interessant, wenn du einen zusammenhängenden Lernweg suchst, statt dir jeden Schritt einzeln zusammensuchen zu müssen.

Low Content Revolution ansehen 

Damit du den Kurs richtig einordnen kannst: Er stammt von Tom Schmidt und Jonathan Kuhla; ich bin nicht die Kursleiterin. Meine eigenen Bücher sind meine Erfahrung mit dem Veröffentlichen, keine Projekte aus diesem Kurs. Ob und wie gut sich dein Buch verkauft, hängt unter anderem von Thema, Qualität, Preis und Vermarktung ab. Die auf der Kursseite genannten Einnahmen und Zeitspannen beschreiben Anbieterangaben und eine Fallstudie, kein Ergebnis, das ich dir zusichern kann.

Für wen lohnt sich ein genauer Blick?
Der Kurs könnte zu dir passen, wenn du schon eine Buchidee hast, aber bei Recherche, Gestaltung oder Veröffentlichung festhängst. Auch wenn du bisher nur neugierig auf Journale, Planer oder Malbücher bist, kann ein strukturierter Einstieg hilfreich sein. Schau dir vor einer Buchung die Module und den aktuellen Preis auf der Kursseite an. Überlege dabei, ob du Zeit für die Umsetzung einplanen möchtest und ob du dich auch mit der Sichtbarkeit deines Buches beschäftigen willst.

zu den Video Kursinhalten

Eine Frage zum Schluss
Welches Buch würdest du selbst gern in die Hand nehmen, findest es aber noch nicht so, wie du es dir vorstellst? Vielleicht steckt genau darin deine erste Buchidee. Schreib sie auf. Beschreibe, wer das Buch benutzen würde und wozu. Und wenn du aus dieser Skizze ein konkretes Projekt machen möchtest, sieh dir den Videokurs „Low Content Revolution“ an. Mein erstes Buch begann schließlich auch nicht als fertiges Produkt, sondern als Gedanke, dem ich nachgegangen bin.

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